Als ich mich vor etwa zweieinhalb Jahren für das Deutschland baut! Traineeprogramm beworben habe, wusste ich natürlich, dass mich eine spannende Zeit erwarten würde. Vier Unternehmen, verschiedene Abteilungen, neue Städte, viele Menschen und jede Menge neue Erfahrungen – so viel war klar. Was ich damals aber noch nicht wusste: Wie sehr mich diese zwei Jahre tatsächlich prägen würden.
Heute, am Ende meiner Trainee-Zeit, fällt es mir ehrlich gesagt gar nicht so leicht, die richtigen Worte zu finden. Denn wenn ich auf die vergangenen zwei Jahre zurückblicke, sehe ich nicht einfach „nur“ vier Stationen in einem Traineeprogramm. Ich sehe unglaublich viele Begegnungen, Herausforderungen, Erfolge, kleine und große Aha-Momente, neue Freundschaften und unzählige Erfahrungen, die ich aus meinem bisherigen Berufsleben nicht mehr wegdenken möchte. Und vor allem sehe ich eines: Ich hätte mir keinen besseren Start ins Berufsleben vorstellen können.
Von der ersten Vollzeitstelle bis zum letzten Tag als Trainee
Im Oktober 2024 ging es für mich bei PERI Deutschland im Marketing los. Es war mein erster richtiger Vollzeitjob – und dementsprechend war eigentlich alles neu: die Arbeitswelt, die Abläufe, Verantwortung zu übernehmen, sich in einem großen Unternehmen zurechtzufinden und gleichzeitig herauszufinden, wo die eigenen Stärken eigentlich liegen.
Ich erinnere mich noch gut an diese Mischung aus Vorfreude, Respekt und Neugier. Rückblickend war gerade diese erste Station unglaublich wichtig für mich. Ich durfte von Anfang an viel ausprobieren, Verantwortung übernehmen und dabei sehr viel lernen – fachlich, aber auch persönlich.
Ein ganz besonderes Highlight war für mich die bauma. Nicht nur, weil es eine der größten und wichtigsten Messen der Branche ist, sondern weil ich die Möglichkeit bekommen habe, bei PERI an der Vorbereitung und Planung mitzuwirken und die Messe anschließend auch selbst mitzuerleben. Für mich war das ein Moment, in dem ich gemerkt habe, wie viele Facetten Marketing haben kann und wie spannend die Bauindustrie tatsächlich ist. Nach sechs Monaten hieß es dann: Koffer packen und weiterziehen.
Station 2: Produktmanagement bei Wienerberger
Meine zweite Station führte mich zu Wienerberger, zunächst nach Wertingen und später nach Hannover. Damit stand für mich auch der erste Umzug innerhalb des Traineeprogramms an. Produktmanagement stand ehrlich gesagt nicht ganz oben auf meiner Liste, als ich damals überlegt habe, welche Bereiche ich unbedingt kennenlernen möchte. Umso glücklicher bin ich heute darüber, dass ich diese Station erleben durfte. Ich habe dort unglaublich viel über Produkte gelernt – von ihrer Entwicklung und ihren Eigenschaften bis hin zu Herstellungsprozessen und den vielen Faktoren, die hinter einem Produkt stehen, bevor es am Ende beim Kunden landet.
Vor allem hat diese Station mein Verständnis für Produkte und deren Bedeutung für ein Unternehmen nachhaltig geprägt. Heute gehe ich mit einem ganz anderen Blick auf Produkte und Märkte zu und verstehe viele Zusammenhänge besser. Manchmal sind es gerade die Stationen, die man sich vorher nicht unbedingt selbst ausgesucht hätte, die einem am Ende am meisten bringen. Und auch privat gab es in dieser Zeit viele neue Erfahrungen: eine neue Stadt, ein neues Umfeld und wieder jede Menge neue Menschen.
Von Hannover nach Offenbach: Personalentwicklung bei STARK Deutschland
Von Hannover ging es anschließend weiter nach Offenbach zu STARK Deutschland, wo ich sechs Monate in der Personalentwicklung verbringen durfte. Diese Station hat vor allem mein Netzwerk noch einmal enorm erweitert. Ich durfte zahlreiche Veranstaltungen begleiten, unterschiedliche Menschen und Bereiche kennenlernen und viele Einblicke in die Themen Personalentwicklung und Weiterbildung gewinnen.
Gleichzeitig war diese Station für mich auch persönlich besonders wertvoll. Ich konnte meine Stärken weiter ausbauen und gleichzeitig an einigen Dingen arbeiten, bei denen ich selbst noch Entwicklungspotenzial gesehen habe. Gerade diese persönliche Entwicklung ist etwas, das ich aus dem Traineeprogramm mitnehme und für das ich sehr dankbar bin.
Die letzte Station: Marketing bei HKL in Hamburg
Meine letzte Station führte mich schließlich zu HKL Baumaschinen nach Hamburg. Nachdem mir das Marketing bei PERI bereits so gut gefallen hatte, war für mich schnell klar, dass ich diesen Bereich noch einmal aus einer anderen Perspektive kennenlernen möchte. Ich wollte sehen, wie Marketing in einem anderen Unternehmen funktioniert, welche Unterschiede es gibt und welche Aufgaben und Herausforderungen mich dort erwarten.
Und noch viel mehr freue ich mich darüber, dass aus dieser letzten Trainee-Station nun tatsächlich mein nächster beruflicher Schritt entsteht: Ich werde bei HKL bleiben und dort als Marketing-Projektmanagerin fest anfangen. Damit endet für mich zwar das Traineeprogramm – gleichzeitig beginnt aber auch ein neues Kapitel.
Was für eine Reise!
Wenn ich heute auf diese zwei Jahre zurückblicke, denke ich vor allem: Meine Güte, was war das für eine Reise. Mein Netzwerk ist innerhalb dieser zwei Jahre gefühlt von 0 auf 100 gewachsen. Ich habe unglaublich viele Menschen kennengelernt, durfte mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten zusammenarbeiten und von so vielen Menschen lernen.
Einige davon sind im Laufe der Zeit zu echten Vorbildern für mich geworden. Andere haben mich vielleicht nur ein paar Wochen oder Monate begleitet, aber trotzdem etwas bei mir hinterlassen. Genau diese Begegnungen machen das Traineeprogramm für mich so besonders. Ich weiß heute viel besser, was ich beruflich möchte – und genauso, was ich nicht möchte. Ich habe ein klareres Bild davon, worin meine Stärken liegen, welche Aufgaben mir Freude machen und in welchem Umfeld ich arbeiten möchte.
Gleichzeitig habe ich gelernt, dass Berufsorientierung kein geradliniger Prozess sein muss. Nicht jede Station muss von Anfang an perfekt auf dem eigenen Plan stehen. Manchmal lohnt es sich gerade deshalb, etwas auszuprobieren, weil man vorher noch nicht weiß, was daraus entstehen wird. Die fachlichen Erfahrungen, die ich in den vergangenen zwei Jahren sammeln durfte, sind natürlich ein wichtiger Teil meiner Trainee-Zeit. Aber mindestens genauso wertvoll sind für mich die persönlichen Erfahrungen.
Neue Städte. Neue Unternehmen. Neue Teams. Neue Aufgaben. Verantwortung übernehmen. Fehler machen. Aus ihnen lernen. Über sich hinauswachsen. Sich selbst manchmal neu kennenlernen. Ich bin mir ziemlich sicher: Diese Entwicklung hätte ich in dieser Geschwindigkeit und mit dieser Vielfalt an Erfahrungen an kaum einem anderen Ort erleben können.
Ein Kapitel, das ich nur ungern schließe
Und trotzdem ist da jetzt natürlich auch ein kleines bisschen Wehmut. Mein Herz weint ehrlich gesagt schon ein bisschen, wenn ich daran denke, dass sich das Kapitel „Deutschland baut! Trainee“ für mich nun schließt. Denn dieses Programm war für mich so viel mehr als nur ein Berufseinstieg.
Es war eine Zeit, in der ich unglaublich viel lernen durfte, in der ich Menschen getroffen habe, die ich hoffentlich noch viele Jahre begleiten werden, und in der ich über mich selbst hinausgewachsen bin. Deshalb bin ich vor allem eines: unglaublich dankbar.
Dankbar für alle Menschen, die mich auf meinem Weg begleitet haben. Für alle Kolleginnen und Kollegen, die ihr Wissen mit mir geteilt haben. Für alle Führungskräfte, Mentorinnen und Mentoren, Trainees und Wegbegleiter, die mir Vertrauen entgegengebracht, mich gefordert und gefördert haben.
Und natürlich dankbar für Deutschland baut!, das mir diese Reise überhaupt ermöglicht hat.
Wie geht es jetzt weiter?
Bevor es im November bei HKL richtig losgeht, wurde mir dankenswerterweise ein Reisemonat genehmigt. Für mich geht es deshalb jetzt für einen Monat nach Südostasien – ein bisschen Abstand gewinnen, neue Eindrücke sammeln, Energie tanken und einfach einmal raus aus dem Arbeitsalltag.
Und danach wartet mit meiner festen Stelle bei HKL schon das nächste Kapitel auf mich. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiede ich mich also aus meiner Trainee-Zeit. Ein bisschen traurig, dass sie vorbei ist – aber vor allem voller Vorfreude auf alles, was jetzt kommt.
Und an alle, die gerade überlegen, ob sie sich für das Deutschland baut! Traineeprogramm bewerben sollen: Macht es. Ihr werdet wahrscheinlich nicht genau wissen, was euch in den kommenden zwei Jahren erwartet. Ihr werdet vielleicht zwischendurch zweifeln, euch neu orientieren, eure Komfortzone verlassen und mehrmals umziehen. Aber ihr werdet auch unglaublich viel lernen, tolle Menschen kennenlernen, über euch hinauswachsen und Erfahrungen sammeln, die euch noch lange begleiten werden.
Ich kann heute mit voller Überzeugung sagen: Diese zwei Jahre waren eine der besten Entscheidungen für meinen Start ins Berufsleben.
Danke, Deutschland baut!, für diese unglaubliche Reise. Und jetzt heißt es für mich erst einmal: Koffer packen, Südostasien ruft!
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